Journal

Eine Sammlung von Artikeln zum Thema Cannabis als Medizin von Dr. Grotenhermen aus den Jahren 2015 bis 2020. Die Artikel wurden ursprünglich in den Zeitschriften Grow und Hanfjournal veröffentlicht.

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    Können Cannabis und CBD Krebs heilen? Der aktuelle Stand der Wissenschaft

    Es ist seit langer Zeit bekannt, dass THC und Cannabis Menschen mit Krebserkrankungen helfen können, die Erkrankung besser zu bewältigen.

    Cannabisprodukte können gegen Übelkeit und Erbrechen helfen, den Appetit anregen, Schmerzen lindern, den Schlaf verbessern und die Stimmung aufhellen. Das ist in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben und berichten viele meiner Patienten.

    Die Zuverlässigkeit der Wirkung hängt sehr stark von dem Symptom ab. Schmerzen werden nur bei einem kleineren Teil der Patienten gelindert. Der Appetit wird jedoch häufig gut angeregt.

    Vieles hängt natürlich auch davon ab, ob das eingenommene Präparat auch gut vertragen wird. CBD hat dagegen keine Appetit steigenden Wirkungen und wirkt auch nicht gegen Übelkeit. Eine Studie an Tieren hat jedoch gezeigt, dass kleine Dosen THC und CBD gemeinsam gegen Übelkeit helfen könnten. CBD wirkt meistens nicht gegen Schmerzen, es kann jedoch bei einigen Menschen Ängste lindern sowie die Stimmung und den Schlaf verbessern. Manchmal kann es allerdings auch den Schlaf verschlechtern.

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    Das therapeutische Potenzial von Cannabis bei Hauterkrankungen

    Das Endocannabinoidsystem der Haut spielt eine wichtige Rolle bei verschiedenen biologischen Prozessen und wird als vielversprechender Angriffspunkt für eine Reihe von Hauterkrankungen angesehen, darunter Akne, vermehrte Talgbildung, Neurodermitis, Juckreiz, Schuppenflechte und Hautkrebs. Bisher wurden jedoch keine klinischen Studien in diesem Forschungsgebiet durchgeführt und nur wenige Fallberichte veröffentlicht.

    Ich möchte vier Fälle von verschiedenen Hautkrankheiten aus meiner Praxis vorstellen, bei denen eine Cannabistherapie sehr wirksam war.

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    Die Wirkungen von unterschiedlichen Cannabisextrakten auf verschiedene Krebsarten

    Israelische Wissenschaftler untersuchten die Wirkungen von 12 verschiedenen Cannabisextrakten auf 12 unterschiedliche Krebszellenlinien aus verschiedenen Organen.

    Dabei wurde klar, dass THC allein nicht die gleichen Wirkungen andere Wirkungen auf das Zelt überleben spezifischer Krebszellen verursachte als die Cannabisextrakte. Zudem konnten sie nachweisen, dass spezifische Cannabisextrakte verschiedene Krebszellenlinien unterschiedlich stark beeinflussten. Verschiedene Krebszellenlinien wiesen unterschiedliche Mengen an Cannabinoidrezeptoren auf ihren Oberflächen auf, was die unterschiedliche Wirksamkeit der Cannabisextrakte erklären kann.

    Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wirkung eines Cannabisextraktes auf eine spezifische Krebszelle sowohl auf der Zusammensetzung des Extraktes als auch der Charakteristika der jeweiligen Krebszellen beruht.

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    Psychose: Ursachen und Verlauf

    Die Verwendung von Cannabis insbesondere in der Jugend ist vermutlich ein Risikofaktor für die Auslösung einer Psychose, insbesondere dann wenn eine genetische Vorbelastung und weitere Risikofaktoren vorliegen.

    Aber wie ist das Risiko durch Cannabis im Verhältnis zu möglichen anderen Risikofaktoren einzuschätzen?

    Dieser Artikel befasst sich mit der Entstehung der Psychose und konzentriert sich auf Ergebnisse, die methodisch am glaubwürdigsten und in allen Studien konsistent sind.

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    Cannabis statt Valium, Alkohol und Opiate

    Cannabis kann die Abhängigkeit von verschiedenen Substanzen reduzieren, darunter Opiate, Schlafmittel und Alkohol. Bereits im 19. Jahrhundert gab es medizinische Berichte über die Bewältigung einer Abhängigkeit von Opium durch den Einsatz von Cannabisprodukten. In den USA wird die Droge heute als eine Option zur Bekämpfung der Opiat-Epidemie, die jährlich Tausende von Todesfällen verursacht, betrachtet. Der erste mir bekannte wissenschaftliche Bericht über eine Patientin, die erfolgreich ihre Alkoholabhängigkeit mit Cannabis bekämpft hatte, stammt aus dem Jahr 1973.

    Kürzlich erschien in der Zeitschrift „Cannabis and Cannabinoid Research“ ein Beitrag über 146 Patienten aus Kanada, die Cannabis verschrieben bekamen und zu Beginn der Therapie Benzodiazepine einnahmen. Im Verlaufe von sechs Monaten beendeten 45 Prozent die Einnahme der Benzodiazepine. Benzodiazepine sind eine Klasse von Medikamenten, die üblicherweise zur Behandlung verschiedener neurologischer Erkrankungen eingesetzt werden. Sie besitzen angstlösende, sedierende, muskelentspannende und antiepileptische Eigenschaften, sodass sie bei Schlafstörungen, Angststörungen, Muskelspastik und Anfallsleiden eingesetzt werden. Das bekannteste Benzodiazepin ist vermutlich Valium (Wirkstoff: Diazepam).

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    Cannabis bei ADHS und Hyperaktivität

    Bisher wurde nur eine kleine kontrollierte Studie zur Wirksamkeit eines Cannabisextraktes bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) aus dem Jahr 2017 durchgeführt. Sie zeigt, dass Cannabis günstige Wirkungen auf die Konzentration und Hyperaktivität haben kann. Es gibt jedoch weitere Hinweise, nach denen Cannabis therapeutische Wirkungen bei Patienten mit ADHS entfalten kann. In vielen wissenschaftlichen Studien wird Cannabiskonsum von Patienten mit ADHS als nichtmedizinischer Freizeitkonsum oder Missbrauch betrachtet und nicht als potenzielle Form der Selbstmedikation. AHDS gilt in diesen Studien als Risikofaktor für Cannabismissbrauch.

    Wie bei allen psychotropen Arzneimitteln sollte das mögliche Risiko, eine Substanzmissbrauchsstörung zu entwickeln, in Betracht gezogen werden. Dennoch kann eine Verwendung von Cannabis auch dazu beitragen, dass Erwachsene mit ADHS von anderen schädlichen Substanzen wie Kokain oder Alkohol ferngehalten werden. Beobachtungsstudien haben gezeigt, dass Cannabispatienten Cannabinoide häufig als Ersatz für Alkohol, illegale Drogen und Medikamente für ein besseres Symptommanagement verwenden und dadurch weniger Nebenwirkungen haben.

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    Wofür wird CBD genutzt: Ergebnisse einer großen Umfrage aus den USA

    Von den Teilnehmern einer Online-Umfrage des Zentrums für Medizinische Cannabis-Ausbildung im kalifornischen Del Mar mit fast 2500 ausgefüllten Bögen wird CBD (Cannabidiol) vor allem zur Linderung von Schmerzen, Angst, Schlafstörungen und Depressionen eingesetzt (siehe Grafik). Mehr als ein Drittel der Befragten, die CBD aus medizinischen Gründen verwendeten, profitierten nach eigenen Angaben sehr gut von einer ausschließlichen Behandlung mit diesem Cannabinoid.

    Bei der Interpretation der Ergebnisse ist allerdings Vorsicht geboten, denn aus der Studie ergeben sich Hinweise, dass ein Teil der Wirkungen nicht auf CBD, sondern auf THC beruhen könnte. Schließlich konnten die verwendeten Produkte nicht von den Wissenschaftlern überprüft werden. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, zusätzlich THC-reiches Cannabis zu konsumieren, und es ist möglich, dass diese die wahrgenommenen Wirkungen nicht immer korrekt einem der beiden Cannabinoide zuordnen konnten.

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    Wechselwirkungen von THC und CBD mit anderen Medikamenten

    Cannabis, THC und CBD werden häufig mit anderen Medikamenten kombiniert. So werden THC-reiche Cannabisprodukte gern zusammen mit anderen Schmerzmitteln eingenommen, während CBD im Rahmen einer Behandlung der Epilepsie oft mit anderen antiepileptischen Medikamenten verwendet wird. Im Allgemeinen tritt dabei eine erwünschte gegenseitige Wirkungsverstärkung ein. Häufig stellen Patienten oder Ärzte die Frage, ob cannabisbasierte Medikamente zusammen mit bestimmten anderen Medikamenten eingenommen werden dürfen, welche Wechselwirkungen auftreten können, und ob es vielleicht unerwünschte Wechselwirkungen gibt.

    Meistens kennen sich Ärzte nicht gut mit den Wechselwirkungen von Cannabisprodukten mit anderen Medikamenten aus. Häufig wird Cannabis ohne Wissen der behandelnden Ärzte zusätzlich eingenommen, weil Patienten in dieser Frage kein Vertrauen zu ihren Ärzten haben. So gibt es beispielsweise Krebspatienten, die sich von THC und CBD zusätzliche krebshemmende Wirkungen erhoffen und Cannabis ohne Wissen ihrer Onkologen verwenden. Allerdings ist bei der Kombination mit einigen Krebsmedikamenten Vorsicht geboten.

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    Warum das Betäubungsmittelgesetz kein Gesetz über Betäubungsmittel ist

    Viele Patienten, die Cannabis aus medizinischen Gründen verwenden, kennen das. Da steht im Arztbericht etwas über „Cannabismissbrauch“, obwohl Cannabis aus medizinischen Gründen verwendet wurde.

    Von Missbrauch kann nur gesprochen werden, wenn die Substanz, in diesem Fall Cannabis, „Leiden oder Beeinträchtigungen verursacht“. Bei einer medizinischen Verwendung ist das Gegenteil der Fall: Leiden wird durch Cannabis gelindert. Dabei sollten Ärzte und Wissenschaftler eigentlich genaue und neutrale Begriffe verwenden, die die Menschen nicht von vornherein in eine negativ belastete Schublade stecken, in die sie nicht gehören. Zudem ist der Begriff Missbrauch auch selbst bereits ein nicht neutraler Begriff. Die Wortwahl sagt häufig mehr über den Arzt oder Wissenschaftler aus als über die Personen, über die sie sprechen.

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    Warum Cannabis keine Heilpflanze wie alle anderen ist

    Cannabis ist anders. Noch.

    Die meisten Menschen, ob Ärzte oder Patienten oder andere Personen, vertreten nach meiner Erfahrung spontan die Auffassung, dass Cannabis und cannabisbasierte Medikamente genauso wie andere Heilpflanzen und Medikamente behandelt werden sollten.

    Aber was bedeutet das konkret? Und warum gibt es seit dem 10. März 2017 in Deutschland eine separate Bestimmung im Sozialgesetzbuch V, die nur für Cannabis und cannabisbasierte Medikamente gilt (§ 31 Abs. 6 SGB V)?

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    THC und CBD bei Krebs: der aktuelle Stand der Wissenschaft

    Im Internet finden sich eine Anzahl von Erfahrungsberichten von Krebspatienten und Ärzten, die nahelegen, dass Cannabisprodukte in einzelnen Fällen das Überleben verlängern oder den Krebs vollständig besiegt haben. Allerdings ist oft unklar, ob die Krebserkrankungen wirklich aufgrund einer Therapie mit Cannabisprodukten verbessert wurden. Allerdings gibt es mittlerweile einige bemerkenswerte Beobachtungen, die zeigen, dass Cannabinoide nicht nur im Tierversuch, sondern auch bei Menschen krebshemmende Eigenschaften entfalten.

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    Positive gesellschaftliche Effekte der Legalisierung von Cannabis für medizinische Zwecke

    Es gibt seit wenigen Jahren einige Forschungsergebnisse aus den USA und anderen Ländern über eine Anzahl positiver gesellschaftlicher Auswirkungen von Gesetzen zur Legalisierung von Cannabis für medizinische Zwecke.

    Dies betrifft zum einen pekuniäre Aspekte wie vermehrte Steuereinnahmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll. Zum anderen gibt es Untersuchungen zu Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit, die Verwendung von anderen Drogen und Medikamenten, die Todesfälle durch Opiate, den Cannabiskonsum von Jugendlichen, die Zahl der Verkehrstoten sowie die Krankschreibungen bei Personen im Arbeitsleben. Interessanterweise zieht es zudem vermehrt Rentner in Staaten der USA, die die medizinische Verwendung von Cannabis legalisiert haben.

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    Das Geheimnis des Erfolges: die weniger bekannte Geschichte des neuen Medizingesetzes

    Viele kennen die letzten Etappen auf dem Weg zum am 19. Januar 2017 im Bundestag verabschiedeten Gesetz zur Erleichterung der medizinischen Verwendung von Cannabisblüten und Medikamenten auf Cannabisbasis. Viele haben von der Verfassungsbeschwerde und den Klagen auf Eigenanbau oder die letzte (aber nicht die erste) Petition zu Cannabis als Medizin im Jahr 2015 gehört. In einem Artikel vom 11. Februar 2015 in der Huffington Post Deutschland hatte ich von einem Cannabis-Eigenanbau-Verhinderungsgesetz gesprochen, zu dem die Politik durch juristische Auseinandersetzungen von Patienten gezwungen wurde.

    Das schließlich verabschiedete Gesetz geht jedoch weiter, als die Bundesregierung aufgrund der Urteile des Bundesverwaltungsgerichts gezwungen wurde. Wie lässt sich erklären, dass ein CDU-geführtes Bundesgesundheitsministerium und eine Drogenbeauftragte der Bundesregierung aus der CSU das neue Gesetz unterstützen? Warum wurde dieses Gesetz einstimmig vom Bundestag ohne Gegenstimmen verabschiedet?

    Zuletzt ging es um den Abbau von Ängsten der Entscheidungsträger, dass die Legalisierung zu medizin ja ischen Zwecken der erste Schritt zur generellen Legalisierung sein könnte. Und es ging um die Erkenntnis, dass dieses Gesetz wirklich der Verbesserung der Gesundheitsversorgung dient. Wir kennen es alle. Wenn von Cannabis die Rede ist, haben viele konservativen Politiker und auch viele Ärzte gleich abgeschaltet, bevor überhaupt ein Gespräch möglich war. Es ging daher darum, Vertrauen aufzubauen. Es ging darum, wirklich in einen Dialog zu treten, in dem man sich gegenseitig zuhört, um eine gute Lösung zu finden.

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    Die optimale „Aktivierung“ von Cannabinoiden durch Erhitzung

    Nur das so genannte phenolische THC verursacht die bekannten cannabistypischen psychischen Wirkungen. In der Hanfpflanze liegen die Cannabinoide jedoch überwiegend als so genannte Carboxylsäuren vor. Zur Umwandlung der THC-Carboxylsäuren (THCA) in das phenolische THC (THC) eignet sich vor allem die Erhitzung durch das Rauchen der Pflanzenteile, die Inhalation mittels eines Verdampfers (Vaporizer) sowie die Erhitzung im Backofen oder langzeitige Erhitzung im kochenden Wasserbad.

    Findet keine ausreichende Erhitzung statt, so ist die Decarboxylierung unvollständig. Wird zu lange bei hohen Temperaturen erhitzt, dann werden Cannabinoide weiter zu unwirksamen Substanzen oxidiert. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, müssen Temperatur und Zeit der Erhitzung gut gewählt werden.

    An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass auch die Carboxylsäuren der Cannabinoide einige interessante therapeutische Effekte aufweisen. Beispielsweise hemmt nicht nur CBD, sondern auch CBDA (Cannabidiol-Säure) Übelkeit und Erbrechen. Nicht nur THC, sondern auch THCA (THC-Säure) wirkt entzündungshemmend. Für die meisten therapeutisch nutzbaren Wirkungen werden allerdings die phenolischen Cannabinoide benötigt, sodass es sich lohnt, sich mit diesem Thema zu befassen, um eine optimale und damit kostengünstigste Ausbeute des eigenen Pflanzenmaterials für die Therapie zu erzielen.

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    Verursacht Cannabis eine Reduzierung der Intelligenz bei Jugendlichen?

    Die Annahme, dass Jugendliche wegen ihres noch wachsenden Gehirns besonders empfindlich und negativ auf den Konsum von Cannabis reagieren, ist weitgehend akzeptiert. Es ist eines der stärksten Argumente, dass in der politischen Debatte um den rechtlichen Status von Cannabis verwendet wird. Es spielt auch bei der Diskussion um die Frage, ob Cannabis als Medizin bei schwer kranken Jugendlichen eingesetzt werden darf, eine erhebliche Rolle.

    Eine neue große Studie von US-amerikanischen und britischen Wissenschaftlern stellt die bisher allgemein angenommene Beeinträchtigung der Intelligenz durch einen Cannabiskonsum in der Jugend infrage. Dr. Madeline Meier und ihre Kollegen haben ihre Ergebnisse in der Februar-Ausgabe 2018 der Fachzeitschrift Addiction veröffentlicht. Sie untersuchten die Frage, ob Heranwachsende, die Cannabis konsumierten oder cannabisabhängig waren, vor Beginn des Cannabiskonsums eine neuropsychologische Beeinträchtigung sowie eine Abnahme der neuropsychologischen Leistungsfähigkeit nach Beginn des Cannabiskonsums aufwiesen. Das Forscherteam analysierte eine repräsentative Gruppe von jugendlichen Zwillingen aus Großbritannien. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass „Faktoren des Familienhintergrundes“ und nicht der Cannabiskonsum die geistige Leistungsfähigkeit von Jugendlichen negativ beeinträchtigte.

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    Cannabidiol verursacht keine THC-typischen Wirkungen

    im Sommer 2016 überraschte mich ein Artikel in der Zeitschrift Cannabis and Cannabinoid Research (Cannabis und Cannabinoidforschung), die vom Verlag in Zusammenarbeit mit der IACM und der ICRS (Internationale Cannabinoid-Forschungsgesellschaft) herausgegeben wird.

    Die Autoren dieses Artikels, John Merrick und seine Kollegen, hatten mithilfe einer simulierten Magenflüssigkeit festgestellt, dass CBD (Cannabidiol) in einem großen Umfang zu Delta-9 THC und Delta-8 THC umgewandelt wird, sodass bei der Einnahme großer Cannabidiol-Dosen mit THC-typischen Effekten gerechnet werden müsse. Sie warnten daher vor der oralen Einnahme von CBD.

    Da sich CBD aufgrund seiner vielfältigen therapeutischen Nutzungsmöglichkeiten einer wachsenden Beliebtheit unter Medizinern und Patienten erfreut, war die Studie von erheblicher Bedeutung, wenn sich die Schlussfolgerungen als haltbar herausgestellt hätten.

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    Wie Cannabis Leben rettet

    Cannabis kann Leben retten. Dabei stehen vor allem zwei Aspekte im Vordergrund.

    Erstens können Cannabisprodukte bei einigen schwer kranken Menschen Medikamente mit potentiell tödlichen Nebenwirkungen ersetzen und zweitens können Cannabisprodukte nicht selten erfolgreich gute Dienste bei Erkrankungen leisten, die mit einem erhöhten Selbstmordrisiko einhergehen.

    Es wird davon ausgegangen, dass etwa 800.000 Todesfälle weltweit jedes Jahr auf Suizide zurückzuführen sind. Neben psychischen Erkrankungen erhöhen auch körperliche Erkrankungen wie chronische Schmerzen das Selbstmordrisiko.

    Eine dritte Möglichkeit ist bisher bei Menschen noch nicht in dem erforderlichen Maße erforscht, dass sich an dieser Stelle Aussagen darüber machen ließen, eine mögliche Verbesserung der Lebenserwartung bei Krebserkrankungen.

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    Cannabis zur Behandlung psychischer Erkrankungen

    Während der Konsum von Cannabis bislang im Allgemeinen vor allem mit der Verursachung von psychischen Erkrankungen, insbesondere der Verursachung von Psychosen gebracht wurde, unterstreichen eine zunehmende Zahl von Beobachtungen das enorme Potenzial der wichtigsten Cannabinoide THC und CBD bei der Behandlung psychischer Erkrankungen wie Depressionen, posttraumatischer Belastungsstörung, Zwangsstörungen und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung).

    Zunächst war der medizinische Nutzen von Cannabisprodukten ausschließlich bei körperlichen Erkrankungen, wie chronischen Schmerzen, Spastik bei multipler Sklerose, chronisch-entzündlichen Erkrankungen, Tourette-Syndrom sowie Appetitlosigkeit und Übelkeit bei Krebs akzeptiert. Das therapeutische Potenzial bei psychischen Erkrankungen wurde lange Zeit ausgeblendet. Das ändert sich gegenwärtig.

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    Acht Irrtümer des Rick Simpson

    Es gibt ein zunehmendes Interesse an einer Therapie von Krebserkrankungen mit Cannabisprodukten und in diesem Zusammenhang an RSO (Rick-Simpson-Öl). Bei RSO handelt es sich um Haschischöl aus Cannabis-indica-Sorten.

    Rick Simpson ist ein kanadischer Staatsbürger, der angibt, sich selbst von einem Hautkrebs geheilt zu haben, und eine spezifische Form der Verwendung seines Haschisch-Öls, das er auch gern Cannabis-Öl oder Hanf-Öl nennt, zur Behandlung von Krebserkrankungen entwickelt hat. Er hat weltweit eine große Fangemeinde.

    Ich habe mir einige seiner Texte auf seiner Webseite (http://phoenixtears.ca/) angeschaut und war überrascht von seiner Unkenntnis hinsichtlich grundsätzlicher Sachverhalte, die er thematisiert.

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    Krebshemmung durch Cannabis und andere Pflanzen

    Cannabis enthält krebshemmende Inhaltsstoffe. Dabei ist die krebshemmende Wirkung von THC in Experimenten mit Zellen und Tieren am besten erforscht. Aber auch für CBD gibt es viel versprechende Grundlagenforschung bei einigen Krebserkrankungen, darunter Brustkrebs. Auch Caryophyllen, ein Terpen (ätherisches Öl) der Hanfpflanze, das durch die Aktivierung der Cannabinoid-2-Rezeptoren entzündungshemmend wirkt, könnte bei der Krebstherapie bzw. Krebsvorbeugung eine Rolle spielen.

    Weniger bekannt sind die krebshemmenden Inhaltsstoffe anderer Pflanzen. So enthält Brokkoli den Krebshemmer Sulforaphan und Tomaten enthalten Lycopen. Eine Zusatztherapie bei Krebs sollte diese Erkenntnisse bei der Ernährung berücksichtigen. In der Wissenschaft wird heute davon ausgegangen, dass etwa 30-50 % aller Erkrankungen zumindest zum Teil auf der Ernährung basieren. Dies gilt nicht nur für die Folgen von Übergewicht, wie beispielsweise Diabetes, sondern auch für Herzkreislauferkrankungen, Gelenkbeschwerden und Krebserkrankungen. Eine vielfältige, pflanzenreiche Ernährung ist daher für die Vorbeugung vieler Erkrankungen wichtig. Dagegen weiß man heute, dass vor allem verarbeitetes Fleisch, wie beispielsweise Wurst, krebsfördernd wirkt.

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    Pflanzliche Cannabinoide in Hanf, Pfeffer und Echinacea und das Cannabis-Dilemma

    Unter Phytocannabinoiden oder Pflanzencannabinoiden werden im Allgemeinen spezifische Inhaltsstoffe der Cannabispflanze (Cannabis sativa L.) verstanden.

    Cannabinoid-ähnliche Strukturen sowie Pflanzenbestandteile, die an Cannabinoid-Rezeptoren binden, kommen jedoch auch in einigen anderen Pflanzen, wie beispielsweise Echinacea, bestimmten Moos-Arten, Basilikum und schwarzem Pfeffer vor.

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    Die medizinisch wirksamen Bestandteile von Cannabis

    In unterschiedlichen Cannabissorten wurden in den vergangenen 50 Jahren etwa 600 chemische Verbindungen nachgewiesen, darunter neben den Cannabinoiden Substanzen anderer Stoffgruppen, wie Aminosäuren, Proteine, Zucker, Alkohole, Fettsäuren, Terpene und Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe). Die meisten Cannabisbestandteile kommen auch in anderen Organismen (Tiere, Pflanzen) vor.

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    Das Endocannabinoidsystem: Körpereigene Cannabinoide und Cannabinoidrezeptoren

    Wir besitzen alle unser eigenes Cannabinoidsystem und produzieren ständig unsere eigenen Cannabinoide, so genannte Endocannabinoide. Zum Endocannabinoidsystem gehören zudem Bindungsstellen für diese Endocannabinoide, so genannte Cannabinoid-Rezeptoren, und Substanzen, die für die Produktion und den Abbau der Endocannabinoide verantwortlich sind.

    Entwicklungsgeschichtlich betrachtet ist dieses System viele Millionen Jahre alt. Es wurde bei Säugetieren, Vögeln, Fischen und anderen Tieren nachgewiesen. Dieses für das normale Funktionieren vieler Körperfunktionen so wichtige System findet sich in nahezu allen Geweben und Organen des Körpers: Gehirn, Rückenmark, Immunsystem, Lunge, Herz, Blutgefäße, Leber, Nieren, Darm, Geschlechtsorgane, Fettgewebe, Haut, et cetera.

    Seine Hauptfunktion besteht darin, eine verstärkte Aktivität anderer Botenstoffe im Körper zu reduzieren und wieder auf ein normales Niveau zu senken.

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    Kann CBD eine Rolle in der Krebstherapie spielen?

    Die Zahl der Patienten, die mich hinsichtlich der Möglichkeit der Therapie mit Cannabinoiden bei Krebs ansprechen, hatte in den letzten ein bis zwei Jahren erheblich zugenommen.

    Grundsätzlich verschließe ich mich dem Wunsch solcher Patienten nicht, verschreibe jedoch Medikamente auf Cannabisbasis nur als Zusatztherapie zu einer konventionellen Krebstherapie mittels Strahlen oder Zytostatika, genauso wie es sinnvoll sein kann, auch weitere Möglichkeiten unterstützender Maßnahmen, etwa hinsichtlich der Ernährung, zu nutzen.

    Von einer alleinigen Behandlung mit Cannabisprodukten, auch in Kombination mit anderen alternativen Verfahren rate ich allerdings unbedingt ab.

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    Cannabis bei Akne inversa, eine schwere Hauterkrankung

    im Jahr 2014 hatte ich erstmals einen Patienten mit Akne inversa in meiner Praxis, der gut auf eine Selbsttherapie mit Cannabisprodukten ansprach und dann auch eine Ausnahmeerlaubnis zur Verwendung von Cannabisblüten durch die Bundesopiumstelle erhalten hat. Im Jahr 2015 kam ein zweiter Patient hinzu. Beide kamen erst zu mir, nachdem sie einen unangenehmen Kontakt mit der Staatsgewalt in Form eines Führerscheinentzugs bzw. eine Anklage wegen des illegalen Anbaus von Cannabisprodukten gehabt hatten.

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    Das Endocannabinoidsystem – Teil I: Aufbau und Funktion des Endocannabinoidsystems im Gehirn

    Zwei aufeinanderfolgende Beiträge bieten eine Übersicht über das Endocannabinoidsystem des menschlichen Körpers. Es handelt sich um ein System aus (1) körpereigenen Cannabinoiden, (2) Bindungsstellen (Rezeptoren) für diese körpereigenen Cannabinoide sowie (3) Eiweißstoffen, die für die Produktion und den Abbau der körpereigenen Cannabinoide bzw. Endocannabinoide verantwortlich sind.

    Im ersten Teil geht es um den Aufbau und die Funktionsweise des Endocannabinoidsystems sowie seine Bedeutung im Gehirn. Der zweite Teil in der nächsten Ausgabe behandelt die vielfältigen Funktionen des Endocannabinoidsystems außerhalb des Gehirns, also beispielsweise im Immunsystem, im Magen-Darm-Trakt, in den Geschlechtsorganen und in der Haut. Das Verständnis dieses wichtigen Regulationssystems des Körpers ermöglicht es, auch die Wirkungsweise von Cannabis bzw. einzelner Cannabinoide der Cannabispflanze besser zu verstehen.

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    Das Endocannabinoidsystem – Teil II: Die Bedeutung des Endocannabinoidsystems außerhalb des Gehirns

    Im ersten Teil dieses zweiteiligen Beitrags ging es um den Aufbau und die Funktion des Endocannabinoidsystems mit seinen körpereigenen Cannabinoiden (Endocannabinoide) und seinen spezifischen Bindungsstellen (Cannabinoid-Rezeptoren) sowie seine Bedeutung im Gehirn.

    Dieser zweite Teil behandelt die vielfältigen Funktionen des Endocannabinoidsystems außerhalb des Gehirns. Das Endocannabinoidsystem ist in fast allen Organen und Geweben des Körpers vorhanden und übt dort wichtige Funktionen aus. Die Erkenntnisse über diese Wirkungen können bestimmte Erkrankungen erklären und therapeutisch genutzt werden.

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    Der und das Cannabis und die normative Kraft des Faktischen

    Im Januar 2012 hatte ich in einem Beitrag im Hanf Journal über häufige Irrtümer beim Umgang mit Cannabis festgestellt, dass diese bereits bei der Grammatik beginnen. Ich hatte in diesem Zusammenhang gefragt, ob es der, die oder das Cannabis heißt. Sowohl in offiziellen Schreiben von Behörden als auch in Zeitschriften der Cannabisszene hieß es durchgängig "das Cannabis".

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    THC und CBD könnten schweren Komplikationen nach Transplantationen vorbeugen

    In einer Studie an der Universität von Tel Aviv mit Patienten, die eine Knochenmarktransplantation erhalten hatten, verringerte Cannabidiol (CBD) die Häufigkeit und Schwere von Immunreaktionen der transplantierten Blutzellen gegen die Organe und Gewebe des Empfängers.

    In einer tierexperimentellen Studie an der Universität von South Carolina in Columbia mit Mäusen reduzierte THC die Abstoßungsreaktion transplantierter Haut. Beide Cannabinoide könnten daher nützlich bei der Vorbeugung von Komplikationen im Rahmen von Transplantation sein.

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    Die Gefahren des Cannabiskonsums im Vergleich zu Tabak und Alkohol – Teil II: Auswirkungen auf Schwangerschaft und Gesundheit des Neugeborenen

    Der Konsum von Alkohol, Tabak und Cannabis kann negative Auswirkungen auf den Verlauf der Schwangerschaft und die Entwicklung von Embryo und Fötus mit langzeitigen Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder haben, darunter ein reduziertes Wachstum des Fetus, Missbildungen und negative Auswirkungen auf die geistige Entwicklung. Am bekanntesten und schwerwiegendsten ist das fetale Alkoholsyndrom, das durch den Alkoholkonsum der Schwangeren verursacht wird und mit Missbildungen und gravierenden Auswirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit der Kinder verbunden ist. Es wurde erstmals 1973 in der Fachzeitschrift Lancet beschrieben (Jones et al. 1973). Negative Auswirkungen des Tabakkonsums wurden bereits in den sechziger Jahren identifiziert, Auswirkungen von Cannabis seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Eine umfassende Übersicht zum Thema hat eine Arbeitsgruppe der amerikanischen Gesellschaft der Kinderärzte erarbeitet (Behnke et al. 2013).

    Zu den Auswirkungen des Cannabiskonsums gibt es zwei Langzeitstudien, in denen Kinder, die im Mutterleib THC ausgesetzt waren, über viele Jahre begleitet wurden, mit einer Vielzahl von Veröffentlichungen über einen Zeitraum von 20 bzw. 30 Jahren, eine Studie an der Universität von Ottawa (Kanada) (Fried et al. 2003) und eine weitere an der Universität von Pittsburgh (USA) (Goldschmidt et al. 2012). Die "Kinder" in der kanadischen Studie sind mittlerweile älter als dreißig Jahre, die in der amerikanischen Studie älter als zwanzig Jahre.

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    Wie wirkt Cannabidiol im menschlichen Körper?

    Wie THC seine Wirkungen im menschlichen Körper ausübt, ist gut erforscht und lässt sich vergleichsweise einfach beschreiben. THC aktiviert vor allem spezifische Bindungsstellen auf Körperzellen, die Cannabinoidrezeptoren genannt werden.

    Von diesen sind zwei am besten erforscht, der Cannabinoid-1-Rezeptor (CB1-Rezeptor), dessen Aktivierung durch THC die bekannten psychischen Wirkungen, aber auch viele therapeutisch nutzbare Wirkungen verursacht, sowie der Cannabinoid-2-Rezeptor (CB2-Rezeptor).

    THC beeinflusst auf diese Weise das körpereigene Endocannabinoidsystem aus Endocannabinoiden (körpereigenen Cannabinoiden) und den entsprechenden Cannabinoidrezeptoren.

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    Cannabidiol gegen Symptome des Entzugs von Nikotin, THC und Opiaten

    Im Jahr 2013 veröffentlichten Forscher des Universitätskollegs London Ergebnisse einer placebokontrollierten Studie, nach der Cannabidiol bei Tabakrauchern den Zigarettenkonsum reduzierte. In die Studie wurden 24 Personen aufgenommen, die mit dem Tabakrauchen aufhören wollten. Eine Woche lang erhielten 12 Teilnehmer Inhalationen mit CBD (Cannabidiol) und die anderen 12 Inhalationen mit einem Placebo. Sie hatten die Anweisung bekommen, immer dann zu inhalieren, wenn sie einen Drang zum Tabakrauchen verspürten. Im Verlauf der Behandlungswoche wiesen die Raucher, die mit dem Placebo behandelt worden waren, keinen Unterschied beim Tabakkonsum im Vergleich zu früher auf. Im Gegensatz dazu reduzierten die Raucher, die CBD eingenommen hatten, die Zahl der gerauchten Zigaretten um etwa 40 Prozent. Auch nach dieser Woche blieb der CBD-Effekt noch eine Weile bestehen.

    Die Autoren aus Großbritannien schrieben, dass "diese vorläufigen Daten in Kombination mit der starken vorklinischen Basis für die Verwendung dieser Substanz, nahe legen, dass CBD eine potentielle Behandlungsform für die Nikotin-Abhängigkeit darstellt, was weitere Forschung rechtfertigt".

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    Die Gefahren des Cannabiskonsums im Vergleich zu Tabak und Alkohol – Teil I: Verursachung von Krebs

    Die Jahre um 1880 waren nach Untersuchungen von Historikern eine Blütezeit der medizinischen Verwendung von Cannabisprodukten in Mitteleuropa und den USA. Danach nahm ihre Bedeutung ab, so dass die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts (von 1900 bis 1950) den Tiefpunkt der medizinischen Nutzung von Cannabis in den westlichen Industrienationen darstellt. Aber bereits gegen Ende dieser Zeit wurden erste klinische Studien mit Cannabinoiden durchgeführt.

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    Hanfjournal
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    Wäre THC wasserlöslich, so wären Cannabisprodukte seit mehr als 50 Jahren ganz normale Medikamente

    Wenn THC wasserlöslich wäre, wäre seine chemische Struktur nicht erst 1964 vollständig isoliert worden, sondern vermutlich mehr als 100 Jahre früher. Es hätte bereits im 19. Jahrhundert auf ihren THC-Gehalt standardisierte Medikamente auf Cannabisbasis gegeben. Man muss kein Prophet sein, um zu realisieren, dass solche Medikamente in den vergangenen 50 Jahren ganz normale akzeptierte Medikamente gewesen wären, die umfassend medizinisch erforscht worden wären. Die Diskussion um Cannabis als Medizin in den letzten Jahrzehnten wäre völlig anders verlaufen.

    Die Jahre um 1880 waren nach Untersuchungen von Historikern eine Blütezeit der medizinischen Verwendung von Cannabisprodukten in Mitteleuropa und den USA. Danach nahm ihre Bedeutung ab, so dass die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts den Tiefpunkt der medizinischen Nutzung von Cannabis in den westlichen Industrienationen darstellt.

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    Antrag an die Bundesopiumstelle für Cannabisblüten: Was bedeutet eigentlich "austherapiert"?

    Der wichtigste Bestandteil des Antrags auf eine Ausnahmeerlaubnis nach Paragraph 3 Absatz 2 Betäubungsmittelgesetz durch die Bundesopiumstelle zur Verwendung von Cannabisblüten aus der Apotheke ist ein Arztbericht.

    Der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin müssen darin begründen, warum eine Therapie mit Cannabis bei dem Antragsteller bzw. der Antragstellerin erforderlich ist. Dazu legt er/sie dar, warum andere Therapien bisher unwirksam waren oder starke Nebenwirkungen verursacht haben. Er stellt die Krankengeschichte, inklusive der bisherigen Therapieversuche vor. Im Arztbericht verweist er möglicherweise auf Krankenunterlagen der bisher behandelnden Ärzte bzw. Krankenhäuser. Er bzw. sie legt auch dar, dass ein möglicher Nutzen der Cannabistherapie die möglichen Risiken überwiegt, und dass der Patient bzw. die Patientin vermutlich verantwortungsvoll mit der Therapie umgehen wird.

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    Grow
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    Zeit des Umbruchs: Die medizinische Verwendung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

    Die Jahre um 1880 waren nach Untersuchungen von Historikern eine Blütezeit der medizinischen Verwendung von Cannabisprodukten in Mitteleuropa und den USA. Danach nahm ihre Bedeutung ab, so dass die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts (von 1900 bis 1950) den Tiefpunkt der medizinischen Nutzung von Cannabis in den westlichen Industrienationen darstellt. Aber bereits gegen Ende dieser Zeit wurden erste klinische Studien mit Cannabinoiden durchgeführt.

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    Hanfjournal
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    Cannabidiol zur Therapie der Epilepsie bei Kindern mit Angelman-Syndrom

    In den letzten Jahren hat das Interesse an CBD (Cannabidiol) für medizinische Zwecke erheblich zugenommen. Eine wichtige Indikation sind Epilepsie-Formen bei Kindern, die auf die üblichen antiepileptischen Medikamente häufig sehr schlecht ansprechen. Heute bekam ich von der Mutter einer 5-jährigen Patientin, die ich mit CBD behandle, eine begeisterte E-Mail, in der es heißt: "Ich hoffe, dass Sie nicht allzu überrannt werden in naher Zukunft von den Angelman-Patienten, aber CBD ist wirklich der Wahnsinn."

    Aus den amerikanischen Medien und den IACM-Informationen, dem kostenlosen Internet-Newsletter der Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoid-Medikamente, ist vor allem die Behandlung mit CBD bei Epilepsien beim so genannten Dravet-Syndrom bekannt geworden. Das Dravet-Syndrom ist eine genetische Störung, die unter anderem mit epileptischen Anfällen einhergeht. Eine andere seltene neuro-genetische Erkrankung ist das Angelman-Syndrom. Die heutige E-Mail hat mich angeregt, dieses zweite, noch weniger bekannte Syndrom und den Nutzen von CBD bei dieser schweren Erkrankung vorzustellen.

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    Hanfjournal
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    Vergleich unerwünscht: Die gesundheitlichen Gefahren von Alkohol und Cannabis

    Es wird von Personen, die den aktuellen rechtlichen Status von Cannabis verteidigen, nicht gern gesehen, wenn die Gefahren von legalen und illegalen Drogen, insbesondere denen von Alkohol und Cannabis, miteinander verglichen werden. Es ist zu offensichtlich, dass Alkohol eine gefährlichere Droge als Cannabis ist.

    Kürzlich veröffentlichte Professor Wayne Hall vom Zentrum für die Erforschung jugendlichen Substanzmissbrauchs der Universität von Queensland in Australien in einer medizinischen Fachzeitschrift einen Artikel mit dem Titel: "Robin Room und Cannabispolitik: Gefährliche Vergleiche". Es handelte sich um eine Festschrift zu Ehren von Professor Robin Room, einem Weggefährten von Professor Hall.

    Beide hatten zusammen vor etwa 20 Jahren im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Gefährlichkeit von Cannabis mit der von anderen legalen und illegalen Drogen verglichen. Die WHO wollte einen Bericht zu den Gefahren des Cannabiskonsums herausgeben und hatte dazu weltweit führende Wissenschaftler eingeladen, aus ihrem Forschungsgebiet etwas beizutragen, beispielsweise zum Abhängigkeitspotenzial, den Auswirkungen des Cannabisrauchens auf die Atemwege oder zu Risiken für den Straßenverkehr.

    Dieser Bericht erschien im Jahr 1997, den Beitrag der Professoren Hall und Room über ihren Drogenvergleich sucht man darin jedoch vergebens. Professor Hall erläuterte nun den Grund für diesen ungewöhnlichen Vorgang.

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